Feuerbestattung

Die Feuerbestattung ist eine uralte und traditionsreiche Bestattungsform, welche bereits 3000 Jahre vor Christi stattgefunden hat. Die Feuerbestattung ist die Einäscherung eines Verstorbenen in einem Sarg und die spätere Beisetzung der Aschenreste in einer Urne. Eine handschriftliche Willenserklärung sollte vorliegen. Bei Fehlen dieser Erklärung können die nächsten Angehörigen den Willen des Verstorbenen schriftlich bekunden.

Bei Urnengräbern unterscheidet man zwischen:

Urnenwahlgrab

Eine Urnenwahlgrabstätte kann in unterschiedlichen Größen für mehrere Urnen erworben werden. Die Nutzung ist immer wieder verlängerbar. Die Ruhezeit beträgt in der Regel 20 Jahre. Ruhezeiten und Bedingungen sind von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich. Zur Pflege der Grabstelle ist der Nutzungsberechtigte verpflichtet.

Urnenreihengrab

Die Lage der Grabstelle wird vom Friedhof bestimmt und nach der Reihe zugewiesen. Es darf nur eine Urne beigesetzt werden. Die Grabstelle kann nach der jeweiligen Ruhefrist nicht wieder erworben werden. Sie kann bepflanzt und mit einem kleinen Grabstein versehen werden. Zur Pflege der Grabstelle ist der Nutzungsberechtigte verpflichtet.

Pflegefreies Urnenreihengrab (wird nicht auf allen Friedhöfen angeboten)

Pflegefreie Urnenreihengräber sind Einzelgräber in einer besonderen Abteilung, deren Pflege ausschließlich der Friedhofsverwaltung obliegt. Diese Abteilung wird einheitlich mit Rasen besät. Das Pflanzen von Blumen, Büschen oder Bäumen ist nicht erlaubt. Je nach Friedhof werden kleine, in den Boden eingelassene, Grabplatten zugelassen.

Eine Teilnahme der Angehörigen bei der Beisetzung ist möglich. Die Abteilungen und die Grabnummern sind bekannt.

Anonymes Grab

Die Beisetzung erfolgt in der Regel auf einem besonders gekennzeichneten Gräberfeld unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Eine einzelne Grabstelle ist somit nicht erkennbar. Die Pflege der Grabstelle übernimmt der Friedhofsträger (siehe dazu Anonyme Bestattung).

Das Kolumbarium (Urnenbeisetzung in einer Wand)

Die Beisetzung erfolgt in einer speziellen Urnenwand und wird nur auf wenigen Friedhöfen angeboten. Angehörige können bei der Beisetzung dabei sein. Die Abteilungen und die Grabnummern sind bekannt. Das Urnenwandloch wird mit einer Steinplatte verschlossen und kann von einem Steinmetz beschriftet werden. Die Grabpflege entfällt.